Ich sehe meine Arbeit
als eine sehr vielschichtig verknüpfte. Malerei, Fotografie, Musik und
Theater sind die Medien, mit denen ich arbeite, mal mehr das eine, mal
mehr das andere, aber immer eng miteinander verbunden und sich gegenseitig
beeinflussend (Thematisch wie formal).
Initiation meines künstlerischen
Schaffens war die Fotografie. Ich war daran interessiert, unbewußte
Aspekte meiner Persönlichkeit mittels Selbstportraits, die in einer
Art Solo-Performance mit der Kamera als einzigem Zeugen und Beobachter
entstanden, zu erforschen.
Im Zuge dieser Arbeiten wurde mir die Fotografie in ihren Möglichkeiten
zu eng, und ich suchte einen Weg, meine persönlichen Inhalte sowohl
für mich, als auch für den Betrachter zu abstrahieren und die Arbeit
somit offener zu machen.
Diese Möglichkeit bot mir die
Malerei, wobei die Fotografie bildge-stalterisch und in Form "fotografischer
Skizzen", die ich oft verwende, großen Einfluß hat.
Thematisch beschäftigen mich vor
allem Situationen, in denen sich Menschen, plötzlich auf ihr Selbst
zurückgeworfen, alleine in der Welt wiederfinden: durch Krankheit, Tod,
Isolation oder einfach, weil sie sich so fühlen, weil sie nie irgendwo
dazugehören werden und das auch nicht wollen und sich in ihnen ein trotziges
Widerstehen gegen die Welt einstellt, so ausweglos es auch scheinen
mag, das sagt:
ICH BIN!
Martina Gasser, Jänner 2004