Max Hinderer (D,*1980)
Adresse: Rienösslgasse 4/1 1040 Wien 0664-8762911 y.anna_@gmx.de
Kurzbiografie
1980 geboren in Heidelberg, Bundesrepublik Deutschland
1986 - 1999 Schulzeit in Bolivien und Deutschland
seit 1999 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien
SKIZZE ZU ORTHOPÄDIE UND STATIK EINER BETRACHTERHALTUNG
(photographien, fotokopien, versch. techniken auf papier, ca. 20-40 Stück, alle
15x10 cm)
"SKIZZE ZU..." ist eine narrative arbeit, die anhand von photografien, reproduktionen und zeichnungen, welche in der regel malerein oder wiederum zeichnungen darstellen, kunstwerke fremd und anonym vor allem als handlungsträger darstellt. die dargestellten handlungsträger sind somit ihres künstlerischen anspruches enthoben und charakterisieren sich nurmehr durch ihre formale werkhaftigkeit. die verschiedenen ebenen und gezogenen metaebenen ergeben durch eine klare assoziative dramaturgie die haltung eines fiktiven betrachters und beschreiben den gedanken- bzw. verständnisgang desselben. der reale betrachter in der ausstellungssituation wird mit einem fiktiven werkimmanenten betrachter konfrontiert. betrachtung und betrachter(selbst)bewusstsein ergeben ein system in dem die inhaltlichkeit der ausgestellten sowie der dargestellten arbeit in einem neuen licht erscheint.
Roland Icking (D,*1973)

Adresse: Schlagergasse 5/5A
1090 Wien 0699-19464602
xxx@roland-icking.net
Kurzbiografie
1973 geboren in Borken/Westfalen, Bundesrepublik Deutschland
1979 - 1991 Schulzeit 1992 - 1993 Zivildienst
1994 - 1999 Ausbildung und Tätigkeit als Krankenpfleger
seit 1999 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste
Wien
Der Aphorismus kommt auch in der Literatur
selten allein.
Als eigenständige Gattung ist er die sprichwörtliche Alternative zu langen,
blähenden Texten. Der oft nur aus einem einzigen Satz bestehende Aphorismus
besticht seinen Leser durch seine geistreiche Formulierung, seine Schärfe, seine
Überzeugungskunst. Der Roman muss unter die Haut gehen, der Aphorismus schiesst
direkt ins Blut. Häufig macht er nichts anderes als zu verallgemeinern, aber
eben sehr raffiniert, sein Erfolg gibt ihm recht.
Aphorismen sind Argumente, deren Aussagekraft abnimmt, umso mehr man versucht
sie diskussionskompatibel zu machen - die meisten Aphorismen haben die Diskussion
schon hinter sich. Sie wissen es besser.
So, wie sich auch der literarische Aphorismus von seinem Kontext abhebt, bzw. auf ihn verzichtet um allein dazustehen und für sich zu sprechen, so befinden auch die visuellen Aphorismen, geometrische Schleifen, in einem Schwebezustand vor dem Hintergrund einer monochromen Fläche. Der literarische Aphorismus ist ein pointierter Satz, in dem sich der Leser sofort wiederfindet. Die visuellen Aphorismen sind zwar auch pointiert, allerdings über einen gegenteiligen Umweg, nämlich dem Versuch konsequenter Vermeidung einer Aussage. Die Schleifen wollen in ihren Verläufen, Windungen und Verflechtungen am Ende doch genau nichts bedeuten, ihre Formen bleiben pseudosymbolische Vorstufen von irgendetwas; nur entfernt erinnern sie an einen Schlüssel, eine Gabel, einen Wagen - so versuchen sie Zeitlichkeit von sich fern zu halten,. Sie sind mehr Rufzeichen, weniger der Satz, der dem Rufzeichen vorangeht. Die visuellen Aphorismen sind also von ihrer farblichen und formalen Überzeugungskraft abhängig, wenn sie stimmen wollen.
Luisa
Kasalicky (A,*1974)
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Adresse: Ybbsstrasse 12/3/32 1020 Wien
01-7203526
Kurzbiografie
1974 geboren in Prag
1980 - 1996 Schulzeit
1996 - 1998 Glasfachschule Kramsach, Tirol
seit 1998 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste
Wien
Sie nagelt, sie schraubt, sie klammert,
sie sägt, sie schneidet, sie klebt und sie malt.
Luisa Kasalickys Werke haben den Charakter einer Baustelle; man meint zunächst
es mit dem zu tun zu haben, was an- und abfällt, wenn man ein "richtiges" Kunstwerk
herstellt.
Bei der vergeblichen Suche nach dem Eigentlichen wird der Betrachter feststellen
müssen, dass bei ihr die Baustelle nicht die Methode ist, sondern das Prinzip;
der Weg sei das Ziel.
Entstehungs- und Ausstellungsprozess verlangen ein hohes Mass an Verantwortung
und Konzentration ab. So gesehen legt sie keine fragmentarischen Arbeiten vor,
wohl aber verändert sie den Blick auf das vermeintlich Nebensächliche.
Manuel Knapp (A,*1978)

Adresse: Neilreichgasse 64/1/5 1100 Wien
0699-11787355
manuel.knapp@chello.at
Kurzbiografie
1978 geboren in Wolfsberg, Kärnten
1984 - 1996 Schulzeit
1997 - 2002 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste
Wien; Diplom
Seine Objekte und Malereien scheinen weniger
einem herkömmlichen Atelier als mehr einer Tüftlergarage oder Werkstatt zu entstammen,
den Künstler bei der Arbeit mag man sich im Laborkittel vorstellen: im Werk
von Manuel Knapp fehlt der Mensch, die Figur vollständig. Stattdessen hat man
den Eindruck vor elektronischen Schaltplänen, Architekturskizzen oder dem Innenleben
technischer Geräte zu stehen.
Obwohl er zu der Generation gehört, die schon von
kleinauf mit dem Computer zu tun hat, ist er doch ebenso durch die Schule der
Abstrakten und Minimalen Kunst gegangen.
Woher diese Enttäuschung, diese Konsquente Abkehr vom Menschen herkommt, verraten
seine Arbeiten nicht. Aber vielleicht vermuten sie in dem, was der Mensch schafft,
zu dem neben den technischen Errungenschaften eben auch die Kunst gehört, die
bessere Alternative.
Bernhard Rappold (A,*1979)

Adresse: Haselbrunnerstrasse 12/8 1230 Wien
0699-12050009
berappold@direkternebel.net
Kurzbiografie
1979 geboren in Wien
1986 - 1998 Schulzeit
1998 - 1999 Grundwehrdienst
seit 1999 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste
Wien
In meiner Arbeit organisiere ich Volumen.
Mich interessieren Fusionen verschiedener Raumqualitäten.
Wie reflektiert man Volumen und Raum in der Malerei, im malerischen Prozess.
Texturen wie zum Beispiel Holz, bzw. die Objektwahl Baum sind Anlehnungen und
Hilfestellungen, ein analoges Bedürfnis.
Der Abstraktionsgrad verschafft mir gestalterische Freiheiten und Geschwindigkeit.
Carlos Vasconcelos (BR,*1970)

Adresse: Wurlitzergasse 87/36 1170 Wien
01-4818630
artetosca@hotmail.com
Kurzbiografie
1970 geboren in Recife, Brasilien
1985 - 1990 Colegio Boa Viagem e Atual, Recife
1990 - 1993 Marketingausbildung "Sorech", Recife
1991 - 1995 Ausbildung in Ölmalerei und Plastik bei Belmiro Menelau und der
Vereinigung der Plastischen Künstler von Pernambuco
1992 - 1999 Tätigkeit als Grafikdesigner bei "Seaway", Recife
1995 - 1997 Ausbildung am Institut für Zeitgenössische Kunst (I.A.C), Recife
seit 1999 Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste
Wien
Carlos Vasconcelos sagt über seine Bilder,
dass er die Fläche als Objekt betrachtet. Er, der sich zu seinen brasilianischen
Wurzeln bekennt und sich nicht nur durch die bildende Kunst, sondern auch durch
Musik wie dem Maracatu oder dem Coco de Embolada beeinflusst weiss, scheint
seine eigenen Bilder zum Tanzen ausgeführt zu haben. Seine abstrakten Formen
und Strukturen sind wie Spuren heftiger, schneller, rhythmischer Bewegungen.
Seine Bilder und Objekte entstehen im Dialog und durch Improvisation mit dem
Material direkt am Werk. Das Werk besteht somit nicht nur aus einer Idee, sondern
auch aus dem Entstehungsprozess, aus dem gemeinsamen Durchleben bis zu seiner
Fertigstellung.
Das Tempo und die Geschwindigkeit, die sich auf seinen Bildern abzeichnen, stehen
nicht zuletzt für die Zeit, in der wir leben.