Nina Höchtl und Christine Beschaner
Ausstellung in der Galerie am Park
gemeinsam mit den Bewohnerinnen des
Hauses Mariahilf (Seniorenheim neben der Galerie)

"SETTING KÜCHE "
   unverdauliche Schmankerl

Eröffnung am Donnerstag, 7. März 2002 um 19 Uhr
Die Ausstellung dauert bis 29. März 2002

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12.00 bis 20.00 Uhr

Küche als komplexes Zeichensystem sich überlagernder Codierungen und gesellschaftlicher Übereinkünfte unterliegt ständigen Veränderungen, die sich oft nur mikroskopisch in den alltäglichen Routinisierungen niederschlagen. Die großen Differenzen zwischen der eigenen und der fremden Küche, zwischen Ernährungsgewohnheiten und Tischsitten, die auf den ersten Blick augenfällig werden. Gerade im Hinblick auf die Begegnung mit fremden Kulturen ist das kommunikative Zeichensystem der Küche von besonderer Bedeutung.
(Elke Krasny: Küchengeschichten- Ein literarischer Streifzug, aa.a.O., Seite 272)

NINA HÖCHTL
geboren 1978, lebt und arbeitet in Wien und Rottterdam
Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien
Meisterklasse Attersee, Diplom Sommer 2001.
seit September 2001 am Piet Zwart Institut in Rotterdam
diverse Projekte im öffentlichen Raum,
diverse Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland
Mitglied der Gruppen CLANITICA und 2PACK.

Nina Höchtl zur Ausstellung: Die Fragen und Antworten stammen aus Gesprächen, die ich mit Frau Wilhelmine Huber und Frau Hermine Strohmeier im Jänner 2002 geführt habe. Weiters habe ich auch versucht auf meine Fragen einzugehen und sie zu beantworten. Die Gespräche und die Skizze sind nicht in erster Linie als "Abbildungen" bestimmter Realitäten zu lesen, sondern vielmehr als Erinnerungs- und Zeichensysteme.

 

CHRISTINE BESCHANER

geboren 1964, lebt und arbeitet in Wien
Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien
Meisterklasse Attersee, Diplom Sommer 1999.
diverse Projekte im öffentlichen Raum,
diverse Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland
Mitglied der Gruppe 2PACK.

Christine Beschaner zur Ausstellung: Eine schöne, funktionelle Küche, wer will sein Prestige nicht damit steigern? Drückt der Wunsch nach einer solchen Küche nicht unterbewußteObsessionen und Ängste aus? Oder ist er Ausdruck der Erwartung der Umwelt an den oder die einzelne(n)? Mit der hypermodernen Küche geht auch die Vorstellung von einer ebenso reibungslos funktionierenden Person in diesem Raum einher. Diesen Gedanken habe ich anhand der Collagentechnik direkt in ein Küchenjournal einer Möbelfirma, die dem Zeitgeist entspricht, eingefügt. Vom 7. bis 29. März 2002 hängen diese Collagen mit Kärtchen und Stiften versehen im Haus Mariahilf und warten auf Stellungnahmen der BewohnerInnen. Welche Statements finden Menschen, die auf ein Leben voller Arbeit verbunden mit der Küche zurückblicken?


Christine Beschaner: Collage im Haus Mariahilf zu "Setting Küche", März 2002