über EvaTauchen
EvaT. wurde - in St. Dionysen bei Bruck a. d. Mur, Steiermark, Österreich geboren und lebt und arbeitet in Wien und in der Steiermark. Nach Erlernen eines Brotberufes erhielt sie eine Ausbildung im Buch- und Kunsthandel, sowie graphischem Zeichnen und Design. Seit 1981 ist sie freiberufliche Künstlerin und nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil. Ihre Bühnenkostüme und Filmausstattungen für internationale Größen wie z.B. Andre Heller, Miles Davis oder Joe Cocker wurden von der Presse kommentiert. "SCREENIES - Sight & Sound" - Vertonte Bilder - ist der Titel ihrer neuesten Ausstellung Zu sehen und zu hören in der Galerie am Park, Liniengasse 2, 1060 Wien.EvaT. glaubt an die Kunst, nicht aber an Adam. Und nicht selten wird der Umstand auch zum Thema. Die naive Komposition erst macht ihre Bilder zu kritischen Schautafeln, denn der Schein, dass alles glänzt am nächsten Eck und marktschreierisches Glück verspricht, ist trügerisch. Die vollbusige Blondine hat denn doch ein leeres Gesicht und wahre Liebe spielt auch beim Oscar kaum noch eine Rolle. In dem Acryl-Zyklus Objects of Desire thematisiert sie einmal mehr das Geschlechter-Spannungsfeld. Es tummeln sich Damen mit tiefen Decoltés, geknebelt oder dreiarmig, an der Seite eine Miniatur-Micky-Maus statt eines Mannes. Stereotype Läufer, bunte Tiere aller Formen, und der Fernseher darf selten fehlen. Man/n erkennt die Frau als Lustobjekt, pin-ups ohne Ende, die telefonieren oder ihr Geschäft verrichten. Zahllose Situationen, real, phantastisch oder mythen-erzählend, springen dem Betrachter durch eigenwillige Farbgebung, naive Veränderung und proportionale Verschiebungen enthüllt, ins Auge Bekannt für ihre Leuchtkraft und farbenfrohe Präsenz sind Eva T.´s Arbeiten auf transparentem Textil. Getrieben von dem Light-motiv "ohne Licht keine Farbe" experimentiert sie seit Jahren auch in Kombination mit elektrischem Licht, das nicht sichtbar in das Bild integriert ist und über ein Programm verfügt, das wiederum verschiedene Lichtphasen steuert. Sie erreicht so den Effekt von Bewegung; der Betrachter eines Bildes ist geneigt, den Eindruck zu haben, mehrere Bilder zu sehen. Es ist der Versuch Sehgewohnheiten in Frage zu stellen als auch mit ihnen zu spielen. Das Bild als Zitat eines Schirmes ohne Schonung. Durch partielle Beleuchtung wird noch einmal versucht die einfachen Formen und die bunte Vielfalt dieser Art Kritik an sich selbst üben zu lassen. Eine Reihe von Arbeiten, die so entstanden, tragen den Titel Light-Performance-Objects. Die neuesten Arbeiten, Screenies, sind um den Aspekt von Tönen erweitert. In Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe SHIFZ wurde ein Modul entwickelt, das mit kreierten Sounds gespeist, und wie das Licht nicht sichtbar eingebaut, das Bild akustisch beleben, und so ihrerseits nochmals die Kraft der Arbeiten unterstreichen und doch durch ihre Gegensätzlichkeit die vordergründige Aussage untergraben. Es gelingt damit der Kunstgriff ein und dasselbe Bild durchwegs verschiedene Geschichten erzählen zu lassen. .